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Kürzlich gelesen und gehört

Es gab eine Zeit, da habe ich fast ausschließlich Krimis gelesen. Dank meines Deutsch-LKs kamen mir zwar auch mal andere Bücher in die Hände, aber Krimis waren meine Leidenschaft. Ich hab sie verschlungen und gerne bis morgens um 3 gelesen, auch wenn am nächsten Tag der Wecker für die Schule geklingelt hat.

Mittlerweile hat diese Sucht etwas nachgelassen und ich habe durchaus andere Genres für mich entdeckt, zum Glück, hätte ich doch sonst das ein oder andere wunderbare Buch verpasst. Bei den Sachen, die ich in den letzten Wochen gelesen bzw. gehört habe, waren aber doch mal wieder ein paar Krimis dabei.

„Das Geheimnis der Schnallenschuhe“, Agatha Christie

Mit Agatha Christie hat meine Krimi-Sucht angefangen. Während ich anfangs vor allem die Fälle mit Miss Marple geliebt habe, habe ich mittlerweile große Sympathien für Hercule Poirot entwickelt. „Das Geheinmis der Schnallenschuhe“ wird gelesen von Oliver Kalkhofe, der die verschiedenen Figuren wirklich grandios liest. Ich wäre nicht auf die Lösung des Falls gekommen, aber sie ist nicht konstruiert, wie es bei moderneren Krimis häufig der Fall ist.

Das Hörbuch ist erschienen beim Hörverlag.

„Durst“, Jo Nesbo

Für mich ist Jo Nesbo einer der besten Krimi-Autoren unter den Skandinaviern. „Durst“ ist der 11. Fall seines Kommissars Harry Hole, der sich eigentlich aus dem Polizeidienst zurückziehen wollte, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Für einen aktuellen Fall, bei dem ein Serienmörder seine Opfer per Tinder sucht, kehrt Harry jedoch zurück. Was mir an dem Buch gefallen hat: Mein letzter Jo Nesbo lag schon einige Zeit zurück, aber die Charaktere werden mit so einer Stringenz beschrieben, dass man sich sofort erinnert und schnell wieder in der Geschichte drin ist. Oft werden Buchreihen ja mit der Zeit ja schlechter, bei Jo Nesbo ist das definitiv nicht der Fall. Obwohl ich zwischendurch einen richtigen Verdacht hatte, hat mich das Buch bis zur letzten Seite gefesselt und ich habe es innerhalb von drei Tagen fertig gelesen.

„Durst“ ist im Ullstein Verlag erschienen.

„Verfolgung“, David Lagercrantz

Die „Millenium“-Triologie war natürlich ein Muss für Krimi/Thriller-Liebhaber. „Verfolgung“ ist der zweite Band von David Lagercrantz, der die Reihe nach dem Tod von Stieg Larsson weiter geschrieben hat. Während ich den Vorgänger, „Verschwörung“, wirklich gut fand, hat mich „Verfolgung“ nicht überzeugt. In dem Buch geht es vor allem um die Kindheit von Lisbeth Salander und den Betrug durch die Behörden. Ich mochte an der Reihe vor allem immer die Zusammenarbeit von Lisbeth und dem Journalist Michael Blomkvist, die kommt mir hier viel zu kurz. Der Fall an sich ist schon spannend, aber nicht so tiefgründig, wie die ersten drei, vielleicht auch vier, Bände. Lisbeths Genialität trägt zwar auch in „Verfolgung“ maßgeblich zur Lösung des Falls durch, aber ihre Überlegungen und ihr Austausch mit Mikael fehlen mir hier.

„Verfolgung“ ist im Heyne Verlag erschienen.

„Die Glücklichen“, Kristine Bilkau

„Die Glücklichen“ hatte ich mehrfach in der Hand, bevor ich es dann tatsächlich angefangen habe zu lesen. Irgendwie war ich nach dem Klappentext hin und her gerissen, ob ich es lesen sollte oder nicht. Wie gut, dass ich mich dafür entschieden habe! Der Roman erzählt von dem jungen Paar Isabell und Georg, Vertreter der sogenannten Generation Y. Die zwei haben einen kleinen Sohn und versuchen ihr Leben zu stemmen und in der Arbeitswelt zu bestehen. Einfach ist das für beide nicht, Isabell kämpft mit ihren Ängsten und Georg verliert seinen Job. Dazu kommen familiäre Probleme. Ich will nicht zu viel von der Handlung verraten, aber so viel sei gesagt: „Die Glücklichen“ hat mich zwischendurch ganz schön traurig gemacht, ich habe tatsächlich meine Generation darin wiedererkannt und konnte die Ängste der beiden Protagonisten nachempfinden. Ein Buch, das definitiv nachdenklich macht. Vielleicht muss man sich durch die ersten Seiten etwas durchkämpfen, aber es lohnt sich!

„Die Glücklichen“ ist bei Luchterhand erschienen.



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