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Zeit zum Lesen

Irgendwie vergesse ich jedes Jahr aufs Neue, wie sehr ich die Sonne brauche und wie ätzend ich die grauen Wintertage finde. Gerade wenn es so richtig kalt und grau ist, freue ich mich abends vor allem auf eins: mein Sofa und ein gutes Buch. Und so gerne ich normalerweise mit dem Rad zur Arbeit fahre, so sehr habe ich es jetzt im Winter genossen, die Fahrten mit der U-Bahn zum Lesen nutzen zu können. Drei der Bücher, die ich kürzlich gelesen habe, will ich euch nicht vorenthalten:

„Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“, Joachim Meyerhoff

Es passiert mir nicht selten, dass mich ein Buch zum Schmunzeln bringt. Dass ich beim Lesen so laut lachen muss, dass mich die Menschen in der U-Bahn seltsam anschauen, passiert aber doch eher selten. Bei Joachim Meyerhoffs unfassbar gutem Buch ist mir das gleich mehrmals passiert. Ich will gar nicht zu viel über das Buch schreiben, das kann ich auch gar nicht, denn man muss es selbst lesen, um die Genialität zu verstehen. Nur kurz: „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ ist eigentlich der zweite Teil des autobiographischen Romanzyklus. Die Hauptfigur ist ein kleiner Junge, der mit seinen Eltern und seinen zwei älteren Brüdern auf dem Gelände einer Kinder- und Jugendpsychatrie aufwächst, die sein Vater leitet. Das allein reicht für ein großartiges Buch, das ihr unbedingt lesen solltet!

„I saw a man“, Owan Sheers

Ich weiß gar nicht, welchem Genre man „I saw a man“ zuschreiben kann. Ein klassischer Krimi oder Thriller ist es nicht, aber irgendwie auch doch. Empfohlen hat es mir eine liebe Freundin, aka meine Bücher-Seelenverwandte, denn unser Geschmack deckt sich wirklich einfach immer (es ist großartig, so einen Menschen zu haben <3 ). Die Geschichte beginnt mit der Aussicht auf ein Ereignis, dass das Leben aller Protagonisten für immer verändern wird. Bis es zu diesem Ereignis kommt, vergehen einige Seiten, aber es ist nicht langweilig. Vor allem, weil das was kommt, doch sehr überraschend kommt. Es geht in diesem Buch viel um Moral, Mitgefühl, Schuld und die Verkettung verschiedener Ereignisse. Ein wirklich gutes Buch!

„Sieben minus eins“, Arne Dahl 

Auch wenn ich nicht mehr ganz so viele Krimis lese, mag ich sie immer noch sehr gerne. Vor allem die skandinavischen. Arne Dahl ist bisher irgendwie an mir vorbei gegangen. „Sieben minus eins“ ist der erste Fall seiner neuen Krimireihe und ich bin jetzt schon gespannt auf die Fortsetzung. Sprachlich hat mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugt und ich habe mich ein bisschen durch die ersten Seiten gequält. Der Fall ist allerdings sehr spannend, ziemlich brutal, wie es sich für einen skandinavischen Krimi gehört. Es geht um ein verschwundenes Mädchen, das offenbar in einem Kellerverlies gefangen gehalten wurde und dessen Fall in Verbindung mit anderen vermissten Mädchen zu stehen scheint. Offenbar gibt es eine Verbindung zwischen dem Täter und dem Hauptermittler, Kriminalkommissar Sam Berger. Der ist keine leichte Persönlichkeit – auch typisch für einen skandinavischen Krimi. Wer spannende Unterhaltung sucht, dem kann ich „Sieben minus eins“ auf jeden Fall empfehlen.



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