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Den Konsum überdenken – Folge 1

Manchmal ist es erschreckend, wie viel Zeit das Gehirn benötigt, um von einer Erkenntnis auf eine Verhaltensänderung umzuschalten. In meinem bestimmten Fall ziemlich viel und ich bin noch lange nicht am Ende der Reise angelangt. Aber worum geht es überhaupt?

Grob gesagt, geht es mir um Konsum. Das, was sich in meinem vorweihnachtlichen Artikel bereits angedeutet hat, nimmt immer weiter Fahrt auf. Das, was ich schon vor mehreren Jahren geahnt habe, aber nicht zugeben wollte, wird immer deutlicher und greifbarer. Und obwohl es für die, die sich bereits mit dem Thema Konsum beschäftigen (verringern, nicht ausweiten!) vermutlich nichts Neues darstellt, habe ich in Gesprächen mit Freunden bemerkt, dass sich jeder irgendwie schon damit befasst hat. Gegenseitige Inspiration hilft, aber ungemein, seine antrainierten Verhaltensweisen zu teilen, zu diskutieren und zu ändern.

Wo fängt Konsum an?

Zum Beispiel hier: In seiner Wohnung zu sitzen, seinen Blick schleifen zu lassen und festzustellen, wie viele Dinge man besitzt. Wie viele Dinge davon gar nicht benutzt werden. Darüber nachzudenken, wie sehr und unbedingt man etwas besitzen wollte, was nun doch nur rumsteht. Schubladen und Kisten (geschweige denn von Kellern und Dachböden) zu öffnen und Gegenstände zu sehen, an die man das letzte Mal gedacht hat, als man sie behutsam in ihre neue Ablagestelle legte. Erst zu merken, dass man das fünfte schwarze T-Shirt gekauft hat, als man es zu seinen Geschwistern drapierte. Klamotten aus dem letzten Jahr. Mit Preisschild.

Was waren das für Momente, in denen man all das Zeugs kaufte? Meistens war ich genervt, traurig, einsam oder negativ gestresst. Nie habe ich das Bedürfnis etwas zu kaufen, wenn ich happy bin. Es ist also eine Reaktion auf einen bestimmten Gemütszustand. Soweit so gut. Nichts neues. Trotzdem tun wir es immer wieder. Trotzdem schaltet in diesen Momenten das Gehirn aus und steckt auf dem Kaufen-Button fest. Trotzdem kaufen wir es so oft doch.

Wo kann Konsum aufhören?

Ich habe die Angewohnheit, Themen immer von Anfang an bearbeiten zu wollen. Wo ist der logische Start? Was ist der Ursprung einer Entwicklung, wo muss man ansetzen, damit es alle verstehen, wie es dazu kommen konnte? Ich würde an dieser Stelle behaupten, der Start einer besseren Welt liegt in uns (die Dramatik des Textes erreicht seinen Höhepunkt). Ich bin also ehrlich und gebe zu, dass ich kein allmächtiges Weltretter-Gen in mir trage. Ich stelle meinen Konsum nicht in aller erster Linie infrage, um der Umweltverschmutzung und dem Klimawandel entgegen zu wirken. Es ist aber eine wunderbare und unbedingte Konsequenz aus unserem eigenen Verhaltenswandel.

Den Anstoß, meinen Konsum zu überdenken, gaben mir zwei Bücher und der Wunsch nach einem finanziellen Plan, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Sie haben mir einige Anregungen gegeben, die ich in den nächsten Wochen gerne teilen möchte. Sie sind viel zu gut und viel zu viele, um sie in einem einzigen Beitrag herunterzubeten. So viel sei gesagt: Es geht um das Leben, das Gehirn und die Kraft eines Mantras gegen die Versuchungen des Konsums. Und es einfach auszuprobieren.



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