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Auf eine Mittagspause mit Anna von Fritsch

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Eigentlich wollte ich Anna von Fritsch treffen, um mit ihr über ihr Schmucklabel ANNA BERLIN zu sprechen. Aber nachdem wir bei unserem Mittagessen schon bald vom Schmuck abkommen und über Integration, Rassismus und Vorurteile und über Politik sprechen, schwant mir, dass es in meinem Artikel über Anna nicht in erster Linie um ihren Schmuck gehen wird. Viel zu beeindruckt bin ich von Anna als Person, von ihrem Mut sich mit etwas selbständig zu machen, das sie nicht gelernt hat, von ihrem Engagement für geflüchtete junge Frauen, von ihrem Elan und von ihrer Offenheit.

Als erstes fallen mir Annas wunderschöne Ohrringe auf, da baumeln nämlich Elefanten dran und ich liebe Elefanten. „Große Ohrringe und ich, das gehört irgendwie zusammen“, erzählt Anna. Ihr Schmucklabel ANNA BERLIN hat vor kurzem den ersten Geburtstag gefeiert. Bereits in der Schule hat Anna Schmuck hergestellt. Was als Hobby angefangen hat, ist erst zu ihrem Neben- und dann zu ihrem Fulltimejob geworden. Anna ist keine gelernte Goldschmiedin, sondern Politikwissenschaftlerin. Daher war die Entscheidung, das Schmuckdesign zu ihrem Hauptjob zu machen auch mit einer gewissen Herausforderung verbunden. Die, so scheint es, hat Anna jedoch bravourös gemeistert, denn ihr Schmuck ist nicht nur super schön, sondern man merkt ihr auch an, wie viel Spaß sie an ihrer Arbeit hat.

Die Inspirationen für ihre Schmuckstücke sammelt Anna oft beim Reisen, die Materialien bezieht sie unter anderem aus Istanbul. Vor kurzem hat sie eine besondere Kollektion gelauncht – „From Eritrea with Love“. Dabei hat sie mit der aus Eritrea geflüchteten Selam zusammengearbeitet. Kennengelernt haben die beiden jungen Frauen sich im Flüchtlingsheim in Berlin-Spandau, wo Anna sich ehrenamtlich engagiert hat. Mittlerweile sind sie sehr gute Freundinnen. Anna hat Selam nicht nur dabei geholfen eine Wohnung zu finden, sondern hilft ihr auch, sich im deutschen Bürokratie-Dschungel zurechtzufinden. Das sei nicht immer einfach, erzählt Anna, manchmal falle es ihr schwer  sich selbst zurechtzufinden.

Das gemeinsame arbeiten an der Kollektion „From Eritrea with Love“, deren Schmuckstücke inspiriert sind von den Farben der eritreischen Flagge, hat Anna und Selam viel Spaß gemacht und beiden viel gegeben. Der Erlös der Kollektion wird gespendet, zur Hälfte an Selam und zur Hälfte an die Organisation TERRE DES FEMMES e.V. .

Die Mittagspause mit Anna vergeht viel zu schnell, aber eins steht für mich fest: ich habe Anna nicht zum letzten Mal getroffen und die Elefanten-Ohrringe stehen weit oben auf meiner Weihnachts-Wunschliste. Wenn ihr also auch auf der Suche nach schönem, ausgefallen Ohrringen, Ketten oder Armbändern seid, schaut unbedingt mal bei ANNA BERLIN vorbei.

Vielen Dank, liebe Anna, für die schöne Mittagspause!

Online-Shop: http://www.annaberlin.berlin

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Anna und Selam mit Schmuckstücken aus der Kollektion „From Eritrea with Love“

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Anna mit den wunderschönen Elefanten-Ohrringen



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