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KULTURTIPP für Literaturfreunde: internationales literaturfestival berlin 2016

ilb2016

Vom 7. bis zum 17. September findet zum 16. Mal das internationale literaturfestival berlin statt. Das Programm ist in verschiedene Formate mit unterschiedlichen Schwerpunkten organisiert. In der Reihe „Literaturen der Welt“ laden Autoren und Autorinnen zur Lesung ihres aktuellsten Werks ein. Eine schöne Gelegenheit, neue Literatur aus aller Welt zu entdecken oder – so wie wir – dem Erschaffer unseres aktuellen Lieblingsbuchs, Benedict Wells, einmal live zu lauschen (das Buch haben wir hier vorgestellt). Neu im Programm ist die Sparte „Science and the Humanities“, in der es sich um die Präsentation von wissenschaftlichem Denken und Ergebnissen dreht. Hier stellt unter anderem Bassem Hassam die Drosophila, die Fruchtfliege vor, dessen Studium uns neueste Erkenntnisse über die Entwicklung des Gehirns beschert. Außerdem sind in diesem Jahr viele Veranstaltungen zu finden, die sich mit dem Islamismus auseinandersetzen und die „Marke Deutsch“ genauer betrachten. Ich persönlich finde die dritte Akzentuierung des Festivals besonders spannend: Die Kunst des Lektorats. Diese war während meiner Ausbildung eine meiner Lieblingsabteilungen und ich finde es äußerst gerechtfertigt, den Menschen in den Verlagen eine Formatreihe zu widmen. Am 11. September berichtet beispielsweise Katharina Raabe vom Suhrkamp Verlag von ihrer Arbeit als Lektorin. Sie betreut osteuropäische Autoren und Autorinnen, und wird von geglückten und gescheiterten Versuchen erzählen, einem internationalen Publikum diese unbekannte Literatur zugänglich zu machen. Ins Auge gestochen ist mir außerdem die Veranstaltung am 9.9. um 21.00 Uhr: Laurie Penny, die Verfasserin der Textes „Fleischmarkt“ (2011) diskutiert im Heimathafen Neukölln über die aktuelle Lage des Feminismus.

Das gesamte Programm der literaturfestivals spiegelt so ziemlich alle aktuellen Themen wider, die gerade alle beschäftigen. Großartig, dass sich so viele Menschen mit den schwierigen und teilweise bedrückenden Themen wie Flucht und Krieg, aber auch anderen gesellschaftsrelevanten Themen wie Gleichberechtigung und Menschenrechte auseinandersetzen und so möglichst viele Blickwinkel darauf entstehen lassen, die auf diesem Festival diskutiert werden können.

Ich finde, dieses Literaturfestival passt wunderbar in den September. Es gibt einen Vorgeschmack auf die Rückkehr der gemütlichen Kulturtermine, die man in den Sommermonaten gegen Eis- und Bratwurstverabredungen eingetauscht hat und führt einen sachte in den Spätsommer. Eis essen kann man ja trotzdem noch.

Alle Infos zum internationalen literaturfestival 2016 findet ihr auf http://www.literaturfestival.com/.



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