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Von der Unmöglichkeit eine Wandfarbe zu finden

wohnen wandfarbe

Das letzte Mal, als ich meine Wand gestrichen habe, habe ich in einer WG gewohnt und die Farbkombination Latte Macchiato gewählt. Ok, das mit der WG lässt nicht unbedingt auf die zurückliegende Zeitspanne schließen, dafür um so mehr die Farbe (die 2000er haben angerufen und wollen ihre Milch- und Espressofarbe zurück). Die Zimmer danach sind größtenteils weiß geblieben, zumindest habe ich keine großen Experimente mehr gewagt. In WG’s will keiner so richtig investieren, weder Geld, noch größere Aufwände, da der eigene Auszug oder gar Zusammenbruch der Wohngemeinschaft immer in unmittelbarer Nähe ist. Dann bin ich endlich in meine eigenen vier Wände gezogen und konnte das Ausmaß der Freiheit kaum aushalten. Das war der Anfang des Alptraums:

Schlafzimmer

Welche Farbe passt besser in ein Schlafzimmer, als ein warmes Nachtblau? Es sollte mich in den Schlaf wiegen, meine Augen beruhigen und eine gemütliche Atmosphäre im Zimmer schaffen. Das, was ich dann an die Wand gestrichen habe war alles andere als beruhigend. Es war genau 72 Stunden dunkelblau. Dann besorgte ich einen neuen Eimer Farbe und strich es wieder weiß.

Wohnzimmer

Nachdem ich mein Versagen im Schlafzimmer verarbeitet habe (es ist noch immer weiß und wird es wohl auch bleiben), wollte ich mich im Wohnzimmer ausprobieren. Ich hatte auch hier eine ganz genaue Vorstellung der gewünschten Farbe: Ich habe ganze 4 Eimer unterschiedlicher Farbe (!) gekauft. Die vierte ist jetzt an der Wand. Mir geht es soweit gut.

Was stimmt nicht mit mir?

  • Ich bin nicht im Stande, die Farbe im Baumarktlicht richtig zu erkennen (meine Freunde sorgen sich:“Vielleicht bist du farbenblind?“).
  • Ich bin nicht in der Lage, die nötige Vorstellungskraft aufzubringen, wie die Farbe von dem kleinen Kärtchen in meiner Hand auf einer großen Fläche bei Tageslicht aussehen könnte.
  • Außerdem ist es für mich unmöglich, mich bei der Auswahl auf meinen Wunsch zu konzentrieren.

Also hat mich das ganze viel Geld, viele Kilometer und viel Abklebeband gekostet.

Wer jetzt nicht abgeschreckt ist und noch immer Lust auf Farbe hat, dem sei folgendes geraten:

  • Inspiration im Netz. Achtet aber darauf, dass der genaue Farbton angegeben wird. Ein Bild auf dem Smartphone führt euch im Baumarkt nur ins Verderben (glaubt mir). Schöner Wohnen hat viele Galerien, wo ihr euch Anregungen holen könnt.
  • Teststreifen mitnehmen. Wenn ihr so viel Geduld habt, habt ihr mehr Geduld als ich.
  • Geduld Level 2: Farbprobe mitnehmen
  • Geduld Level 3: Drüber schlafen

Auch schon einen Farbhorror erlebt oder Tipps, wie man den gar nicht erst erlebt?
Wir freuen uns über eure Kommentare!



2 Antworten zu “Von der Unmöglichkeit eine Wandfarbe zu finden”

  1. Simon sagt:

    Meiner Freundin ging es genau so!

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