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Einmal schlemmen und zurück – ein Wochenende in Palma

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Gemeinsam mit einer Freundin war ich im Juli für fünf Tage auf Mallorca, genauer in Palma. „Da wollt ihr hin, an den Ballermann?“ – das bekamen wir nicht nur ein Mal zu hören, wenn wir von unserem Plan erzählten. Und ich gebe zu, als ich ein paar Tage vor unserer Abreise im Radio eine Reportage über Palma hörte, in der es hieß: „Man kann dem Ballermann gar nicht entkommen, denn er beginnt bereits im Flugzeug“, sah ich uns schon mit Sangria-trinkenenden Menschen im Flieger sitzen. Aber: Umsonst Sorgen gemacht. Palma ist wunderschön und so viel mehr als rot-verbrannte Hobbytrinker!

Für alle, die das mit dem Sightseeing richtig ernst nehmen, gibt es gerade in der Altstadt von Palma zahlreiche Wegweiser, die einen sicher von einem Hotspot zum nächsten bringen. Man kann sich aber genauso gut einfach treiben lassen. Meistens kommt man sowieso irgendwann am Wahrzeichen von Palma, der wunderschönen Kathedrale der heiligen Maria, an. Die Kathedrale ist  um die 110 Meter lang und wirklich beeindruckend! Spaziert man daran vorbei Richtung Westen kommt man nach ungefähr 20 Minuten in das Viertel Portixol, was als einer der Luxus-Stadtteile von Palma gilt. Dort gibt es auch einen kleinen Strand, der nicht zu überlaufen ist. Geht man von der Kathedrale aus Richtung Osten gelangt man zum Hafen und kann beim Beobachten der Yachten ein bisschen ins Träumen geraten.

Hotel

Gewohnt haben wir im Norden von Palma, im Hostel Fleming, ein modernes Hostel, das neben Vierer- und Sechser-Zimmern auch Doppelzimmer anbietet. Allerdings verfügen die Zimmer nicht über ein eigenes Bad, das befindet sich auf dem Gang. Die Bäder waren aber sehr sauber und wir mussten nie auf eine Dusche warten. Das Gute an dem Hostel, neben einer Dachterrasse, auf der man sehr gut seinen ersten Kaffee trinken kann, ist, dass es trotz zentraler Lage nicht im totalen Touri-Viertel liegt. Nebenan gibt es ein kleines Café in dem man gut frühstücken kann.

Essen und Trinken

Mercado San Juan

Bereits nach dem ersten Tag war für uns klar, dass unser Palma-Trip definitiv eine kleine Gourmet-Reise ist, denn mit einer Ausnahmen haben wir wirklich phantastisch gegessen! Seit einer Reise nach Madrid vor einigen Jahren wussten wir, dass es in vielen spanischen Städten Markthallen gibt, ähnlich wie die Markthalle Neun in Berlin, in denen man sehr leckere und oft günstige Tapas essen kann. In Palma hatten wir Glück, denn nicht weit von unserem Hostel gab es so eine Markthalle und zwar den Mercado San Juan. Von klassischen Tapas über mexikanisches Essen, asiatische Tapas, Sushi und kleine Mini-Burger – hier gibt es wirklich alles und alles was wir gegessen haben, war unendlich lecker. Das Schöne: Der Markt scheint bei Touristen noch ein Geheimtipp zu sein und man ist fast nur von Einheimischen umgeben.

Buscando al Norte

Am zweiten Abend haben wir im Buscando al Norte gegessen.  Sowohl Service als auch Essen waren großartig! Eigentlich hatten wir uns für den Abend vorgenommen klassische Tapas zu essen, aber die bekommt man hier nicht. Stattdessen kann man auswählen zwischen kleinen Spießen (Pintxos), verschiedenen Salaten (unbedingt den mit Garnelen probieren, der Wahnsinn!)  und Fleisch- und Fischgerichten, was jetzt erstmal nicht aufregend klingt, aber total lecker und nicht 0815 ist.

13 %

Es ist wirklich schwer zu sagen, welches Restaurant uns am besten gefallen hat, aber das Essen im 13 % war der Hammer! Entweder man bestellt sich verschiedene Tapas oder ein Menü (19 Euro pro Person). Wir hatten das Menü und haben es nicht bereut. Und nicht nur das Essen war toll, sondern auch das Restaurant an sich: Gemütliche Einrichtung und super netter Service. Hier lohnt es sich zu reservieren.

Cappuccino Grand Café

Eigentlich wollten wir jeden Tag was Neues ausprobieren und nicht in irgendwelche Restaurant/Café-Ketten gehen , aber beim Cappuccino haben wir beide Vorsätze gebrochen. Das Frühstück hier ist aber auch einfach zu gut. Unbedingt probieren: das Müsli mit Früchten und Joghurt und die Pfannkuchen.

Entdeckung

Ein bisschen Touri-Programm haben wir dann doch gemacht, nämlich einen Ausflug nach Sóller. Dahin fährt man nicht unbedingt des Ortes wegen, sondern vor allem wegen der Fahrt an sich. Von Palma aus gibt es nämlich eine historischen Eisenbahn, die ungefähr 1 1/2 Stunden dorthin braucht. Wenn man Glück hat, ergattert man eins von den gemütlichen Ledersofas. Vom Bahnhof in Sóller kann man dann noch mit einer historischen Straßenbahn runter an den Hafen fahren.

Alles in Allem

Wir waren begeistert von Palma und waren bestimmt nicht zum letzten Mal da. Es gibt viel Kultur, Strand – und eben nicht nur den Ballermann – und unglaublich gutes Essen. Und wenn man pünktlich zum Schlussverkauf fliegt, kann man auch noch sehr gut shoppen!

Tapas im Mercado San Juan

Cappuccino

Innenhof vom Cappuccino

Bestes Frühstück

Frühstücks-Himmel

Historische Eisenbahn nach Sóller

Historische Eisenbahn nach Sóller

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Bucht von Sóller

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Sóller



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