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Kreta – 14 Tage, sechs Orte


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Anfang Juni ging es für mich für zwei Wochen nach Kreta. Obwohl wir viel Gutes von Kreta gehört hatten, waren wir irgendwie skeptisch, ob es das richtige Reiseziel für uns sein würde. Gibts da überhaupt was zu sehen oder wird uns da langweilig? Trotz einiger Unsicherheiten haben wir dann gebucht und ich kann sagen, dass es absolut die richtige Entscheidung war. Wir hatten zwei wunderbare Backpacking-Wochen! Außer dem Flug haben wir vorher nur das Hotel für Heraklion und ein Auto gebucht. 

Erste Station: Heraklion

Heraklion an sich ist ehrlich gesagt nicht so spektakulär, bzw. es reichen ein oder maximal zwei Tage um alles anzuschauen. Der Palast von Knossos ist sehenswert, genau wie das Historische Museum, aber das schafft man auch an einem Tag. Was man sich nicht entgehen lassen sollte, ist ein Essen im Peskesi. Essen und Einrichtung sind hier wirklich was besonderes.

Rethymno

Von Heraklion aus sind wir Richtung Westen in die Hafenstadt Rethymno gefahren, wo wir zwei Tage verbracht haben. Rethymno ist eine schöne Stadt, ein bisschen touristisch, aber trotzdem sehenswert. Wer mehr Lust auf Stadt als auf Strand hat, sollte ein paar Kilometer auf der Hauptstraße Richtung Westen fahren, da gibt es einen schönen Strand mit kleinen, günstigen Tavernen und an einigen Abschnitten sogar kostenlosen Liegen und Sonnenschirmen. Essen kann man auch in Rethmyno sehr gut, zum Beispiel im Raki Baraki. Besonders lecker ist der gebratene Feta mit karamellisierten Feigen.

Prevelli Beach: Ist das hier das Paradies?

Unsere nächste Station war eines der Highlights der Reise, der wunderschöne Strand von Prevelli Beach. Möchte man direkt am Strand wohnen – was sich auf jeden Fall lohnt, gibt es nur zwei Unterkünfte, eine davon ist die Dionysos Taverne, die uns eine gute Freundin empfohlen hatte. Die Zimmer sind einfach, aber total schön, jedes hat einen Balkon mit Blick aufs Meer. Das Beste, neben dem unglaublichen Preis von 25 Euro pro Nacht in der Nebensaison, sind die wahnsinnig netten Eigentümer. Auch das Essen im dazugehörigen Restaurant war sehr gut. Schwimmen kann man direkt am Strand vor der Taverne, oder man läuft ungefähr 10 Minuten über einen kleinen Felsen und kommt an den eigentlichen Prevelli Beach mit einem kleinen Palmenwald.

Die Samaria Schlucht: 17 Kilometer, die sich wirklich lohnen

Neben wunderschönen Stränden hat Kreta auch einige Schluchten, durch die man ganz toll wandern kann. Die bekannteste ist die ungefähr 17 Kilometer lange Samaria-Schlucht. Um die zu durchwandern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir haben uns dafür entschieden in Omalos, einem kleinen Dorf in der Omalos-Hochebene, zu übernachten. Am besten reist man nachmittags oder abends an und startet am nächsten Morgen seine Wanderung. In manchen Reiseführern steht, man solle unbedingt schon um 7 Uhr starten. Vielleicht trifft das für die Hauptsaison zu, in der Nebensaison kann man sich aber ruhig mehr Zeit lassen. Ehrlich gesagt, ging die Initiative die Wanderung zu machen nicht unbedingt von mir aus, aber die anfänglichen Zweifel haben sich ganz schnell verflüchtigt. Die Strecke ist total schön, die Natur wirklich was besonderes und die 17 Kilometer kommen einem am Ende gar nicht so lang vor. Wir haben zwar sogar Leute mit Flip Flops gesehen, aber bei denen hab ich mich ehrlich gefragt, wie sie die Strecke damit geschafft haben, denn gerade am Anfang läuft man erstmal eine Weile bergab und da lohnt es sich schon feste Schuhe oder zumindest Turnschuhe zu tragen. Wichtig ist auch, dass man etwas zu essen und zu trinken mitnimmt, denn es gibt zwar mehrere kleine und einen großen Rastplatz, aber da kann man nichts kaufen. Wasser muss man nicht zu viel mitnehmen, denn es gibt zwischendurch Quellen aus denen man trinken kann. Der Endpunkt der Schlucht ist der Ort Asia Roumeli, von dem aus man mit einer Fähre nach Sougia fahren und da den Bus zurück nach Omalos nehmen kann.

Elafonisi Beach oder: ein Traum in Rosa

Nach den 1 1/2 Tagen in den Bergen hat es uns wieder an den Strand gezogen und zwar nach Elafonisi. In der Hauptsaison ist dieser Strand wahrscheinlich ziemlich überlaufen, denn in jedem Reiseführer liest man von dem wunderschönen Wasser und dem rosafarbenen Sand (wenn man genau hinschaut, ist er wirklich rosa). Darum ist Elafonisi auch ein beliebtes Ziel von Pauschaltouristen, die morgens mit dem Bus ankommen und abends wieder fahren. In der Nebensaison lässt es sich dort aber sehr gut aushalten. Gewohnt haben wir im Elafonisi Resort, ein sehr schönes Hotel mit eigenem Restaurant, in dem man sich jeden Abend den Fischfang des Tages anschauen und dann sein Essen auswählen kann. Ich habe selten so gute Scampi gegessen wie hier!

Das Beste kommt wirklich zum Schluss: Chania

Die letzten zwei Tage des Urlaubs haben wir dann in Chania verbracht, nach Heraklion die zweitgrößte Stadt Kretas und für mich auf jeden Fall die Schönste. Hier kann man entweder eins der zahlreichen Museen besuchen, oder einfach nur durch die Stadt schlendern und die schönen Gassen genießen. Und – wie fast überall auf Kreta – kann man auch hier verdammt gut essen. Empfehlen kann ich das To Maridaki, wo wir die besten, wirklich die allerbesten, Calamaris gegessen haben (im Lonely Planet steht dazu: „the fried calamari is to die for“ und das ist echt nicht gelogen), und die Taverna Tamam.

Alles in Allem

Haben wir die Entscheidung nach Kreta zu fliegen bereut? Auf keinen Fall! Kreta ist wirklich schön und vor allem total vielfältig! Städte, Strand und Berge, es gibt alles und allein das Essen ist ein verdammt guter Grund hier Urlaub zu machen. Auch wenn wir an keinem Ort länger als drei Nächte waren, war der Urlaub total erholsam und ich würde es immer wieder so machen!

Tipps

…wenn man was von der Insel sehen will, sollte man unbedingt ein Auto mieten. Das macht man am besten bei kleinen, lokalen Anbietern. Wir haben bei MCar gebucht und für 12 Tage ungefähr 240 Euro bezahlt.

…wahrscheinlich nicht wirklich eine Überraschung, aber es lohnt sich in der Nebensaison zu fahren. Nicht nur ist es dann leerer und günstiger, sondern bis Mitte Juni und ab September ist es auch noch nicht so heiß.

…auf Kreta bekommt man in fast jedem Restaurant ein Dessert und eine kleine Flasche Raki aufs Haus, also am besten immer noch ein bisschen Platz lassen.

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Palast von Knossos

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Rethymno

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Prevelli Beach

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Die Omalos-Hochebene

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Elafonisi Beach

Chania

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Postkarten-Idylle

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Die wirklich besten Calamaris meines Lebens!

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Der Hafen von Chania

Gefüllte Weinblätter in der Taverna Tamam

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Abendessen im Elafonisi Resort

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